16. August 2022

Die zahlreichen Vorteile des Modells, das ausschließlich für Investoren bestimmt ist

Seit unserem Rebranding zu Beginn dieses Jahres ist Invesis bestrebt, den Werten, für die wir stehen, gerecht zu werden und diese Werte in die neuen Möglichkeiten einzubringen, die sich uns bieten. Derzeit gibt es wohl kein Projekt, das unser Leitbild als „Investoren und Experten für nachhaltige Infrastruktur“ und die Diversifizierung des Projektportfolios des Unternehmens besser verkörpert als die Egied-Van-Broeckhoven-Schule (EVB) in Brüssel, Belgien.

Das erste von 42 Schulinfrastrukturprojekten, bei denen die flämische Regierung im Rahmen von DBFM-Verträgen (Design, Build, Finance and Maintain) eine Partnerschaft mit der Privatwirtschaft eingehen will, wurde vor einigen Wochen erfolgreich finanziell abgeschlossen.

Nachdem BAM beschlossen hatte, kein Angebot für EPC-Dienstleistungen im Rahmen dieses Projekts abzugeben, gelang es Invesis, andere potenzielle EPC-Partner zu finden, die in der Lage sind, an kleineren Bauprojekten mitzuarbeiten, bei denen wir unser ergänzendes PPP-Fachwissen und unsere Erfahrung einbringen konnten.

Der Kreis potenzieller mittelständischer EPC-Partner wurde durch die Analyse der Erfahrungen ihrer Unternehmen, ihres Ansatzes bei der Zusammenarbeit, ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit und der Qualität ihrer lokalen Kontakte anhand der erfolgreichen Umsetzung früherer Projekte eingegrenzt. Auf dieser Grundlage einigten sich Invesis und Alheembouw darauf, eine Partnerschaft einzugehen, um als Konsortium für dieses konkrete Projekt zu fungieren und ihre jeweiligen Kompetenzen zum Nutzen des Auftraggebers zu bündeln.

Die EVB-Schule entsteht aus einer ehemaligen Brauerei, wobei die traditionelle Fassade und andere bestehende Merkmale erhalten bleiben, um ihre Geschichte lebendig zu halten; dazu gehört auch, dass die vorhandenen Materialien so weit wie möglich wiederverwendet werden. Zu den in den Entwurf integrierten ökologischen Innovationen gehört die Installation einer nachhaltigen Wärmequelle. Außerdem erhalten Nicht-Schüler aus der benachteiligten Umgebung Zugang zu den Spielplätzen und der Sporthalle, um dringend benötigte soziale und Freizeiträume zu nutzen.

Liselotte Koppenol, Entwicklungsmanagerin bei Invesis, ist der Ansicht, dass der Fokus des Konsortiums auf Kostenkontrolle bei gleichzeitiger Wahrung der Qualitätsaspekte seines Angebots entscheidend für den Zuschlag war: „Auch wenn es sich um ein kleineres Projekt handelt, sind beispielsweise alle von den Banken geforderten Due-Diligence-Prüfungen dieselben wie bei Investitionsausgaben in Höhe von 30 Millionen Euro, 50 Millionen Euro oder 100 Millionen Euro. Deshalb haben wir dafür gesorgt, dass unser Ausschreibungsprozess so effizient wie möglich ablief und so viel Arbeit wie möglich intern unter Nutzung der Fachkompetenz unseres Teams erledigt wurde, einschließlich aller erforderlichen finanziellen und rechtlichen Dienstleistungen“, sagte sie. Dazu gehörte die Überprüfung aller internen und externen Aspekte des Ausschreibungsprozesses, um wo immer möglich kosteneffiziente und kompetente Lösungen zu entwickeln.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des erfolgreichen Angebots war die Kombination der vom Konsortium (mit dem Namen ABC 02) angebotenen Eigenschaften. Diese neue Partnerschaft bot zudem Lernmöglichkeiten für alle Beteiligten: Alheembouw, das zuvor noch nie an einem PPP-Projekt gearbeitet hatte, konnte die Vorteile der PPP-Integration sowie die umfangreiche Erfahrung und das Fachwissen erkennen, die Invesis in das Projekt einbringen konnte. Ebenso konnte Invesis von der weitaus größeren Erfahrung von Alheembouw bei der Entwicklung erfolgreicher Plan- und Baukonzepte für den Bau belgischer Schulen profitieren und daraus lernen.

Dieser positive, auf Zusammenarbeit ausgerichtete Ansatz hat sich nicht nur positiv auf die regionale Wirtschaft in Belgien ausgewirkt, sondern ist auch der nationalen Regierung nicht entgangen, die Invesis als einzigen Investor zu ihren Beratungen über die weitere Entwicklung von Energieeffizienzverträgen eingeladen hat. (Weitere Neuigkeiten hierzu finden Sie in Kürze hier.)

Das Vertrauen in dieses Modell als wirksamen Ansatz für kleinere Bauprojekte und der Mehrwert von Invesis als Investorenpartner, der Fachwissen, Erfahrung sowie kooperative und reaktionsschnelle Arbeitsbeziehungen mitbringt, erweisen sich bereits als attraktiv. Tatsächlich hat Invesis bereits ein Angebot für das zweite Projekt im Rahmen des „Flemish Schools Program“ eingereicht und wird sich in Kürze auf ein drittes Projekt konzentrieren, wobei beide Projekte weitere Kooperationsansätze mit einer Reihe mittelständischer EPC-Partner beinhalten.

Darüber hinaus hat die Aussicht, innovative und kosteneffiziente Lösungen bei größeren Projekten einzusetzen, das Interesse anderer EPC-Partner geweckt, und der Weg für weitere DBFM-Projekte im Schulbereich – wie beispielsweise das bevorstehende 400-Millionen-Euro-Programm „Schulen in Flandern“ – steht nun weit offen.