Auftraggeber
Rijkswaterstaat
Standort
Niederlande
Afsluitdijk
Der Afsluitdijk schützt die Niederlande seit 1932 vor dem Wattenmeer. Nach 85 Dienstjahren bedurfte dieser 32 km lange Damm einer umfassenden Modernisierung, um den modernen Standards des Hochwasserschutzes zu entsprechen. Als Teil des Levvel-Konsortiums trägt Invesis dazu bei, ihn in eine klimaresistente Struktur zu verwandeln, die 2,9 Millionen Menschen in Nordholland und Friesland noch jahrzehntelang schützen wird.
Financial Close
Mai 2018
Bauphase
2018 – 2026
Konzessionsdauer
25 Jahre
Rückgabe
2047
Auftraggeber
Rijkswaterstaat
Standort
Niederlande
Sponsor/Investor
Invesis, Van Oord Aberdeen Infrastructure Partners, Rebel
Konsortium
Levvel
Planung, Beschaffung und Bau (EPC)
BAM Infra BV und Van Oord Nederland BV
Betrieb und Instandhaltung
BAM Infra BV und Van Oord Nederland BV
Kapitalwert
€764m
Aufbau einer langfristigen Partnerschaft zur Modernisierung des wichtigsten niederländischen Hochwasserschutzes
Zwischen 1927 und 1932 erbaut, ist der Afsluitdijk eines der bedeutendsten Bauwerke der Niederlande und schützt weite Teile von Nordholland und Friesland vor dem Wattenmeer. Nach mehr als 85 Betriebsjahren entsprach der 32 km lange Damm nicht mehr den modernen Standards für Hochwasserschutz und Wasserableitung – eine umfassende Rekonstruktion war unerlässlich, um Resilienz gegen den steigenden Meeresspiegel und immer heftigere Stürme aufzubauen.
Im Jahr 2018 vergab Rijkswaterstaat das Projekt im Rahmen einer 25-jährigen öffentlich-privaten Partnerschaft an das Konsortium Levvel. Levvel besteht aus Invesis (46 %), Van Oord Aberdeen Infrastructure Partners (46 %) und EPICO (8 %). Als federführender SPV-Manager – eine Rolle, die Invesis mit einer Verantwortlichkeit von 90 % innehat – steuert Invesis den gesamten Projektlebenszyklus von der Planung und dem Bau bis hin zur langfristigen Instandhaltung und Übergabe im Jahr 2047. Levvel wurde im Zuge eines Vergabeverfahrens für das wirtschaftlich günstigste Angebot ausgewählt und für die Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation seiner Lösung ausgezeichnet.
Entwicklung weltweit einmaliger Lösungen zum Schutz der Niederlande vor Extremwetter
Das Konsortium Levvel hat eine Reihe von Innovationen eingeführt, die den Afsluitdijk auszeichnen. In Den Oever bilden sechs neu installierte Pumpen das weltweit größte Pumpwerk im Rahmen eines Hochwasserschutzes. Sie können 235 m³ Wasser pro Sekunde abpumpen, um den Wasserstand des IJsselmeers zu regulieren, wenn Sturmfluten und starke Niederspannungen beziehungsweise heftige Regenfälle die Wasserstände an kritische Schwellenwerte heranführen.
Die 75.000 Levvel-Blöcke zur Befestigung des Deichs sind eine patentierte Innovation, die speziell für dieses Projekt entwickelt wurde und recycelten Basalt enthält, um den Betonverbrauch und die CO2-Emissionen zu reduzieren. Eine speziell entwickelte, schmale Führungsschiene – die erstmals bei einem niederländischen Infrastrukturprojekt zum Einsatz kam – ermöglichte die Verbreiterung der Standstreifen der Autobahn A7, ohne dass ein breiteres Straßenprofil erforderlich war; eine wichtige Lösung angesichts der begrenzten Deichbreite.
Schaffung von Klimaresilienz, sauberer Energie und ökologischer Erneuerung für kommende Generationen
- Ein 2,7 Hektar großer Solarpark in Den Oever erzeugt 5.500 MWh pro Jahr, gleicht den Energieverbrauch der neuen Pumpwerke aus und hält die Energiebilanz des Afsluitdijk möglichst neutral.
- Ein 2024 fertiggestellter Fischmigrationsfluss stellt die ökologische Durchgängigkeit zwischen dem Wattenmeer und dem IJsselmeer wieder her, sodass Fische nach Jahrzehnten erstmals wieder natürliche Laichplätze erreichen können.
- Das Programm zur sozialen Rendite des Projekts hat über 5 Millionen Euro an Investitionen in die Gemeinschaft generiert und Arbeitsplätze sowie Schulungen für mehr als 100 Arbeitskräfte bereitgestellt, von denen viele zuvor erhebliche Hürden auf dem Arbeitsmarkt hatten. Dies ist Teil eines Projekts, das 2,9 Millionen Menschen in der Region schützt.
- Auf dem Höhepunkt der Bauarbeiten waren rund 700 Personen an dem Projekt beteiligt, wodurch Unternehmen und Gemeinden in Nordholland und Friesland unterstützt wurden.
Projektfotos




