10. August 2014

Royal BAM Group gibt neue Struktur bekannt und nennt Details zum Veränderungsprogramm

  • Gute Fortschritte beim Programm „Back in Shape“ zur Kostensenkung, Projektsteuerung, Verbesserung des Working Capitals und Desinvestitionen
  • Straffung der operativen Gesellschaften in zwei Geschäftsbereiche: Hochbau und Immobilien sowie Tiefbau und BAM PPP
  • Zusammenlegung von zwölf niederländischen operativen Gesellschaften zu zwei Einheiten: BAM Bouw en vastgoed und BAM Infra
  • Zusammenlegung von sechs belgischen operativen Gesellschaften unter BAM Belgium
  • Abbau von ca. 650 Vollzeitstellen (hauptsächlich in den Niederlanden, überwiegend im administrativen Bereich) infolge einer vereinfachten Struktur und von Skaleneffekten im Backoffice
  • Einführung eines Managementkomitees, bestehend aus dem Vorstand sowie zehn geschäftsführenden Direktoren und drei Leitern von Serviceabteilungen

Bunnik, Niederlande, 8. Oktober 2014 – Im Rahmen einer heutigen Kapitalmarktpräsentation in Amsterdam wird der Vorstand der Royal BAM Group nv Einzelheiten des zuvor angekündigten Programms „Back in shape“ zur Verbesserung der operativen und finanziellen Leistungsfähigkeit bekannt geben.

Rob van Wingerden, seit 1. Oktober CEO: „Unsere jüngsten Ergebnisse zeigen, dass wir uns verändern müssen, um unsere Konzernstrategie erfolgreich umzusetzen und unser Potenzial voll auszuschöpfen. Daher richten wir unser operatives Modell neu aus, indem wir unsere Unternehmenskultur stärken, unsere Struktur vereinfachen und unsere Prozesse schärfen. Dies wird zu einer besseren Projektsteuerung, einer niedrigeren Kostenbasis und einer stärkeren Bilanz führen. Dies wiederum wird unsere Wettbewerbsposition verbessern und mehr Wert für unsere Aktionäre schaffen.“

Zusammenlegung operativer Gesellschaften

BAM vereinfacht ihre Organisationsstruktur in den Niederlanden und Belgien durch Unternehmensfusionen. In den Niederlanden werden zwölf Gesellschaften zu zwei Unternehmen zusammengelegt – jeweils eines für die beiden Geschäftsbereiche 1) Hochbau und Immobilien sowie 2) Tiefbau. Der niederländische Zentralbetriebsrat hat eine positive Stellungnahme zur neuen Struktur abgegeben.

In Belgien werden sechs Gesellschaften in einer einzigen Gesellschaft, BAM Belgium, geschäftsbereichsübergreifend agieren.

Jedes der neuen Unternehmen wird von einem Managementteam geleitet, dem auch Direktoren für Finanzen und Personalwesen angehören.

Um die Geschäftseinheiten nah an den Kunden zu halten, hält BAM an einer starken Präsenz vor Ort fest.

Die übrigen Heimatmärkte sowie BAM International waren bereits als ein oder zwei Gesellschaften aufgestellt, die den beiden Geschäftsbereichen zugewiesen werden.

Personalabbau in Vollzeitäquivalenten (hauptsächlich Niederlande)

Die organisatorischen Änderungen zielen darauf ab, BAM auf den Märkten extern wirksamer und intern effizienter zu machen. Durch die Vermeidung von Überschneidungen und Skaleneffekte in der vereinfachten Struktur wird die Zahl der Vollzeitstellen im Laufe des Jahres 2015 um rund 650 reduziert, vor allem in den Niederlanden und überwiegend in administrativen Funktionen. Die Zahl der Vollzeitstellen in den Niederlanden lag Ende 2013 bei rund 9.700.

Managementkomitee

BAM hat ein Managementkomitee eingeführt, das sich aus den Mitgliedern des Vorstands, den geschäftsführenden Direktoren der neuen Struktur und den Leitern wichtiger Serviceabteilungen zusammensetzt.

Programme und Ziele

Kostensenkung: BAM wird bis Ende 2015 jährliche Kosteneinsparungen von mindestens 100 Millionen Euro erreichen. Im zweiten Halbjahr 2014 und im ersten Halbjahr 2015 fallen einmalige Restrukturierungskosten zwischen 80 und 100 Millionen Euro an. Der damit verbundene Mittelabfluss erfolgt überwiegend im Jahr 2015.

Projektsteuerung: Das Programm „Back in Shape“ wird die Angebotsprozesse und die Projektabwicklung von BAM verbessern. Im Mittelpunkt stehen dabei ein besseres Verständnis der Projektrisiken und -chancen – sowohl finanzieller als auch operationaler Natur. Infolgedessen wird sich die Qualität des Neuauftragseingangs kontinuierlich verbessern, während BAM gleichzeitig den Auftragsbestand älterer Projekte abarbeitet. Langfristig strebt BAM eine Projektergebnismarge im Bereich von 2 bis 4 Prozent an.

Reduzierung des Working Capitals: BAM wird bis Ende 2015 eine nachhaltige Reduzierung des operativen Working Capitals um mindestens 300 Millionen Euro erreichen.

Desinvestitionen: BAM hält an ihrem bestehenden Ziel für Desinvestitionen von mindestens 100 Millionen Euro pro Jahr fest. Bisher hat BAM im Jahr 2014 Immobilienverkäufe im Gesamtwert von 160 Millionen Euro realisiert. BAM geht davon aus, dass Desinvestitionen im restlichen Verlauf des Jahres 2014 und im Jahr 2015 hauptsächlich aus dem Verkauf von Gewerbeimmobilien sowie aus kleineren Verkäufen von Nicht-Kerngeschäftsfeldern im Rahmen der Implementierung der neuen Organisationsstruktur resultieren werden. Der Zeitpunkt von Desinvestitionen hängt von den Marktbedingungen ab.

Zwischenmitteilung zum dritten Quartal

BAM gibt auf der heutigen Präsentation keine neuen Handelsinformationen bekannt. Das nächste planmäßige Update erfolgt in Form der Zwischenerklärung nach neun Monaten und zum dritten Quartal am 6. November.

Live-Video-Webcast

Die heutige Präsentation für die Kapitalmärkte findet zwischen 11:00 und 13:00 Uhr MEZ in Amsterdam statt. Dieses Treffen kann per Live-Video-Webcast verfolgt werden (www.bam.nl).

Weitere Informationen:

  • Presse: Arno C. Pronk, +31 (0)30 659 86 21+31 (0)30 659 86 21;
  • Analysten: Joost van Galen RA, +31 (0)30 659 87 07+31 (0)30 659 87 07.
  • Gute Fortschritte beim Programm „Back in Shape“ zur Kostensenkung, Projektsteuerung, Verbesserung des Working Capitals und Desinvestitionen
  • Straffung der operativen Gesellschaften in zwei Geschäftsbereiche: Hochbau und Immobilien sowie Tiefbau und BAM PPP
  • Zusammenlegung von zwölf niederländischen operativen Gesellschaften zu zwei Einheiten: BAM Bouw en vastgoed und BAM Infra
  • Zusammenlegung von sechs belgischen operativen Gesellschaften unter BAM Belgium
  • Abbau von ca. 650 Vollzeitstellen (hauptsächlich in den Niederlanden, überwiegend im administrativen Bereich) infolge einer vereinfachten Struktur und von Skaleneffekten im Backoffice
  • Einführung eines Managementkomitees, bestehend aus dem Vorstand sowie zehn geschäftsführenden Direktoren und drei Leitern von Serviceabteilungen