30. Mai 2018

BAM erzielt Financial Close für das Afsluitdijk-Projekt in den Niederlanden

Gestern Nachmittag, am 29. Mai 2018, hat BAM PPP – gemeinsam mit den Levvel-Konsortialmitgliedern Van Oord und Rebel – mit Rijkswaterstaat den Finanzierungsabschluss für das Afsluitdijk-PPP-Projekt in den Niederlanden erzielt. BAM Infra wird in Zusammenarbeit mit Van Oord Nederland die Planung, den Bau und die langfristige Instandhaltung übernehmen. Der Auftragswert des Projekts beläuft sich auf 550 Millionen Euro.

Die Anteilseigner und Eigenkapitalgeber des Levvel-Konsortiums sind BAM PPP PGGM (46 %), Van Oord Aberdeen Infrastructure (46 %) und Rebel (8 %).

Die langfristigen Fremdkapitalmittel (Senior Debt) werden von der Europäischen Investitionsbank über deren Fazilität für strukturierte Finanzierungen (Structured Finance Facility) bereitgestellt. Weitere Fazilitäten werden von der Belfius Bank NV/SA, der Coöperatieve Rabobank U.A., der DekaBank Deutsche Girozentrale, der KfW IPEX-Bank GmbH und der Landesbank Baden-Württemberg bereitgestellt. Die Finanzierung ist im Rahmen des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), der zentralen Säule des Investitionsplans für Europa der Juncker-Kommission, abgesichert.

Rebel agiert als Finanzberater des Konsortiums. Zu den weiteren beteiligten Beratern zählen die Rechtsberater De Brauw Blackstone Westbroek sowie BDO LLP als Model Auditor. Nauta Dutilh (Recht), Atkins (Technik) und AON Global Risk Consulting (Versicherung) haben die Kreditgeber beraten.

Projektdetails

Das Projekt umfasst die Planung, den Bau, die Finanzierung, den Betrieb und die Instandhaltung des befestigten Afsluitdijk über einen Zeitraum von 25 Jahren. Auf der Seite des Wattenmeers wird der Damm erhöht und mit einer neuen Deckschicht versehen. Für diese Arbeiten verwendet das Konsortium „Levvel-Blöcke“, innovative Betonelemente, die speziell für den Afsluitdijk entwickelt wurden. Die Sielbauwerke in Den Oever werden erweitert. Wenn der Wasserstand im Wattenmeer hoch ist, ist eine natürliche Entwässerung nicht mehr möglich. Daher baut Levvel zwei große Pumpwerke in Den Oever. Die Entwässerungslösung von Levvel verbraucht so wenig Energie wie möglich; „Natürliche Entwässerung, wenn möglich, Pumpen, wenn nötig“. Auf diese Weise kann künftig bei allen Wetterbedingungen ausreichend Wasser aus dem IJsselmeer in das Wattenmeer abgeleitet werden.

Für den Bau der neuen Pumpen und der zusätzlichen Abflusskapazität bleiben die bestehenden, unter Denkmalschutz stehenden „Spuisluizen“ (Sielbauwerke) in Den Oever erhalten und werden saniert. Der innovative Charakter des Projekts zeigt sich auch in der Verwendung eines Schützes aus faserverstärktem Kunststoff im Fischmigrationsfluss. Darüber hinaus wird die A7 durch die Verbreiterung der Standstreifen sicherer gemacht. Der Entwurf von Levvel berücksichtigt Erholung und Ökologie durch den Bau eines Radwegs auf der Wattenmeerseite entlang der gesamten Länge des Afsluitdijk, ökologische Anlagen entlang des Damms und fischfreundliche Pumpen.

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