Kunde
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Autobahn GmbH, die wiederum vertreten wird durch die DEGES Deutsche Einheit Fernstraßen-Planungs- und -Bau GmbH
Standort
Lederhose, Deutschland
Autobahn A9
Die A9 in Thüringen ist Deutschlands erste Autobahn, die im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) auf Basis eines Verfügbarkeitsentgelts realisiert wurde – wodurch das Verkehrsrisiko vom privaten Partner abgewälzt und die Anreize auf die langfristige Leistungsfähigkeit der Straße ausgerichtet wurden. Invesis und VINCI Concessions erhielten 2011 den Zuschlag für den Ausbau von 19 km und die Instandhaltung von 46,5 km Autobahn und schlossen die Bauarbeiten termingerecht im November 2014 ab.
Finanzabschluss
September 2011
Bauzeit
2011–2014
Konzessionsdauer
20 Jahre
Rückgabe
2031
Kunde
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Autobahn GmbH, die wiederum vertreten wird durch die DEGES Deutsche Einheit Fernstraßen-Planungs- und -Bau GmbH
Standort
Lederhose, Deutschland
Sponsor/Investor
Invesis und VINCI Concessions
Konsortium
Über die Gateway Thüringen GmbH & Co. KG (Invesis und VINCI Concessions)
Planung, Beschaffung und Bauausführung
Wayss & Freytag Ingenieurbau, Eurovia
Betrieb und Wartung
Über die Gateway Thüringen GmbH & Co. KG
Kapitalwert
€131m
Zusammenarbeit mit der deutschen Bundesregierung zur Verbreiterung und Modernisierung einer stark befahrenen Autobahnstrecke in Thüringen
Der A9-Korridor in Thüringen war durch das stark zunehmende Verkehrsaufkommen zunehmend belastet, wobei die Unfallzahlen auf dem bestehenden zweispurigen Abschnitt dem Bundesverkehrsministerium große Sorgen bereiteten.
Im Jahr 2011 vergab die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen eines 20-jährigen DBFMO-Vertrags den Zuschlag an das Konsortium „Via Gateway Thüringen“, bestehend aus Invesis (50 %) und VINCI Concessions (50 %). Der Auftragsumfang umfasste den Ausbau einer 19 km langen Strecke von 2x2 auf 2x3 Fahrspuren, den Bau von 24 neuen Brücken sowie den Betrieb und die Instandhaltung eines insgesamt 46,5 km langen Korridors. Die Bauarbeiten wurden termingerecht im November 2014 abgeschlossen.
Die A9 war Deutschlands erste Autobahn, die im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) nach dem Verfügbarkeitszahlungsmodell realisiert wurde – ein bedeutender Meilenstein, der das Verkehrsaufkommensrisiko vom privaten Partner abwandert und langfristige wirtschaftliche Anreize mit der Straßenqualität und -verfügbarkeit in Einklang bringt.
Schutz der Gemeinden vor Lärm und zukunftsorientiertes Bauen an der A9 in Thüringen
- Entlang der Trasse wurden 2.700 m Lärmschutzwände und 296 m Lärmschutzwälle errichtet, wodurch die Emissionen auf die zulässigen Grenzwerte gesenkt und die Lärmbelastung für Anwohner und die natürliche Umwelt erheblich verringert wurden.
- Die Fahrbahn wurde aus Beton statt aus Asphalt gebaut, wodurch sich eine berechnete Lebensdauer von 30 Jahren ergibt – das Dreifache der Lebensdauer von herkömmlichem Asphalt (10–12 Jahre) –, was den Ressourcenverbrauch und den Wartungsaufwand während der Konzessionsdauer verringert.
- An Autobahnanlagen wird eine intelligente LED-Beleuchtung installiert, die Energie spart und die Lichtverschmutzung in der Umgebung verringert.
- Bau- und Instandhaltungsabfälle werden sortiert und gemäß den geltenden Vorschriften in speziellen Anlagen verwertet oder entsorgt.