30. September 2019

Vorzeitige Fertigstellung der A94 im Isental | Lücke zwischen Pastetten und Heldenstein geschlossen | A94 nun zwischen München und Marktl befahrbar

Nach einer Bauzeit von 44 Monaten soll die A94 zwischen Pastetten und Heldenstein Ende September 2019 fertiggestellt werden, einen Monat früher als geplant. Der neu errichtete, 33 km lange Abschnitt der Isentalautobahn, der im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) gebaut wurde, soll Anfang Oktober 2019 für den Verkehr freigegeben werden. Die erfolgreiche Umsetzung des Bauprojekts erfolgte durch ein Konsortium bestehend aus der Berger Bau SE, der Eiffage Infra-Bau SE und der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, einer Tochtergesellschaft der Royal BAM Group.

Die Schließung dieser Lücke – die sich viele Verkehrsteilnehmer schon seit langem gewünscht haben – bedeutet, dass sich die Fahrzeiten auf der Ost-West-Verbindung zwischen dem Kurdreieck im Inn- und Rotttal und dem Großraum München erheblich verkürzen werden. Gleichzeitig wird die neue Strecke langfristig die Verkehrssicherheit im Vergleich zur stark befahrenen und gefährlichen Bundesstraße 12 zwischen Forstinning und Heldenstein verbessern. Es wurden zahlreiche Maßnahmen zum Naturschutz und Lärmschutz ergriffen.

Während der Vertragslaufzeit war die Projektgesellschaft Isentalautobahn GmbH & Co. KG – gemeinsam mit ihren Partnern BAM PPP PGGM, Berger Bau SE und Eiffage S.A. – in vollem Umfang für die Planung, den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung sowie für die Finanzierung des Projekts verantwortlich. Die Projektgesellschaft wurde von der Bundesrepublik Deutschland – vertreten durch den Freistaat Bayern und die Autobahngesellschaft Südbayern – beauftragt, die weiterhin uneingeschränkte Eigentümerin der Autobahn bleibt und ihre hoheitlichen Rechte selbst ausübt.

Durch die vorzeitige Fertigstellung des neu gebauten Abschnitts haben die beteiligten Unternehmen gezeigt, dass Großprojekte im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften sicher und zuverlässig, termingerecht, in der vereinbarten Qualität und im Rahmen des Budgets realisiert werden können.

Für diesen Autobahnabschnitt wird das private Unternehmen Isentalautobahn Services GmbH & Co. KG für den Betrieb und die Instandhaltung des gesamten Projektabschnitts zwischen Forstinning und Marktl verantwortlich sein. Zu diesem Zweck wurde in Ampfing ein modernes Autobahninstandhaltungsdepot als eigenständiges Service- und Betriebszentrum eingerichtet, in dem künftig rund 25 Mitarbeiter tätig sein werden.

Das langfristige Ziel der Projektgesellschaft besteht darin, die Verfügbarkeit des Projektabschnitts für die Verkehrsteilnehmer sicherzustellen, die Autobahn in einem optimalen Zustand zu halten und Instandhaltungs- sowie Betriebsmaßnahmen durchzuführen, wobei die Beeinträchtigungen während der gesamten Vertragslaufzeit bis 2046 so gering wie möglich gehalten werden sollen. Da die Vergütung bei diesem sogenannten „Verfügbarkeitsmodell“ von der Leistungsqualität und der Verfügbarkeit der Autobahn für die Nutzer abhängt, besteht ein starker wirtschaftlicher Anreiz, eine optimale Nutzbarkeit zu gewährleisten. Die Projektgesellschaft bedankt sich bei den Anwohnern und Verkehrsteilnehmern für das Verständnis, das sie während der Bauarbeiten gezeigt haben, und versichert ihnen, dass sie auch in Zukunft auf ihre Belange eingehen wird.

Fakten & Zahlen

Länge des Projektabschnitts: 77 km, einschließlich eines neu gebauten 33 km langen Abschnitts

Bauzeit: 44 Monate (ursprünglich vereinbarte Bauzeit: 45 Monate)

Lärmschutzmaßnahmen: 22 km und 440,00 m² lärmmindernder Straßenbelag

Ausgleichsmaßnahmen nach dem Naturschutzrecht: 38 Maßnahmen

Wildzaun: 66 km

Brückenbauwerke: 56

Kreuzungen: 4

Parkplätze und Toiletten: 2

Autobahn-Instandhaltungsdepot: 1