
Gestern Nachmittag, am 29. Mai 2018, hat BAM PPP – gemeinsam mit den Mitgliedern des Levvel-Konsortiums Van Oord und Rebel – mit Rijkswaterstaat den Finanzabschluss für das Afsluitdijk-PPP-Projekt in den Niederlanden erreicht. BAM Infra wird in Zusammenarbeit mit Van Oord Nederland die Planung, den Bau und die langfristige Instandhaltung übernehmen. Das Auftragsvolumen des Projekts beläuft sich auf 550 Millionen Euro.
Die Gesellschafter und Kapitalgeber des Levvel-Konsortiums sind BAM PPP PGGM (46 %), Van Oord Aberdeen Infrastructure (46 %) und Rebel (8 %).
Die vorrangigen Kredite werden von der Europäischen Investitionsbank im Rahmen ihrer Fazilität für strukturierte Finanzierungen bereitgestellt. Weitere Finanzierungen werden von der Belfius Bank NV/SA, der Coöperatieve Rabobank U.A., der DekaBank Deutsche Girozentrale, der KfW IPEX-Bank GmbH und der Landesbank Baden-Württemberg bereitgestellt. Die Finanzierung wird durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) garantiert, der die zentrale Säule des Investitionsplans für Europa der Juncker-Kommission bildet.
Rebel fungiert als Finanzberater des Konsortiums. Zu den weiteren beteiligten Beratern zählen die Rechtsberater De Brauw Blackstone Westbroek sowie BDO LLP als Modellprüfer. Nauta Dutilh (Recht), Atkins (Technik) und AON Global Risk Consulting (Versicherung) berieten die Kreditgeber.
Projektdetails
Das Projekt umfasst die Planung, den Bau, die Finanzierung, den Betrieb und die Instandhaltung des verstärkten Afsluitdijks über einen Zeitraum von 25 Jahren. Auf der Seite des Wattenmeers wird der Deich erhöht und mit einer neuen Verkleidung verstärkt. Für diese Arbeiten wird das Konsortium „Levvel-Blöcke“ einsetzen, innovative Betonelemente, die speziell für den Afsluitdijk entwickelt wurden. Die Entwässerungsschleusen bei Den Oever werden ausgebaut. Bei hohem Wasserstand im Wattenmeer ist eine natürliche Entwässerung nicht mehr möglich. Levvel errichtet daher zwei große Pumpwerke in Den Oever. Die Entwässerungslösung von Levvel verbraucht so wenig Energie wie möglich: „Natürliche Entwässerung, wenn möglich; Pumpen, wenn nötig“. Auf diese Weise kann künftig bei allen Wetterbedingungen ausreichend Wasser aus dem IJsselmeer in das Wattenmeer abgeleitet werden.
Für den Bau der neuen Pumpen und die zusätzliche Förderkapazität bleiben die bestehenden denkmalgeschützten „Spuisluizen“ (Entwässerungsschleusen) in Den Oever erhalten und werden saniert. Der innovative Charakter des Projekts zeigt sich auch in der Verwendung eines Schleusentors aus faserverstärktem Kunststoff im Fischwanderfluss. Zudem wird die A7 durch die Verbreiterung der Standspuren sicherer. Der Entwurf von Levvel berücksichtigt Aspekte der Erholung und Ökologie durch den Bau eines Radwegs auf der Wattenmeerseite entlang der gesamten Länge des Afsluitdijks, ökologische Einrichtungen entlang des Deiches und fischfreundliche Pumpen.
Weitere Informationen:
- BAM PPP: Vicki Harris, +44 (0)141 779 8634, [email protected]
- Royal BAM Group (Presse): Arno Pronk, +31 (0)30 659 86 23, [email protected]
- Royal BAM Group (Analysten): Joost van Galen, +31 (0)30 659 87 07, [email protected]
- PGGM (Presse): Maurice Wilbrink, +31 (0)30 277 97 35, [email protected]


