Kunde
Neuseeländisches Justizministerium
Standort
Waikeria, Neuseeland
Herrengefängnis Waikeria
Die Waikeria-Gefängnisanlage ist Neuseelands fortschrittlichste Justizvollzugsanstalt – ein moderner Hochsicherheitskomplex mit 600 Betten in der Region Waikato, der die landesweit erste spezielle Abteilung für psychische Gesundheit und Suchtbehandlung beherbergt. Die Anlage wurde mit Blick auf die Resozialisierung und das Wohlbefinden der Maori-Häftlinge konzipiert und schlägt ein neues Kapitel in der neuseeländischen Strafvollzugsarbeit auf.
Finanzabschluss
April 2026
Bauzeit
2018–2025
Konzessionsdauer
25 Jahre
Rückgabe
Juni 2050
Kunde
Neuseeländisches Justizministerium
Standort
Waikeria, Neuseeland
Sponsor/Investor
Invesis, Capella Capital, Pacific Partnerships
Konsortium
Cornerstone Infrastructure Partners
Planung, Beschaffung und Bauausführung
CPB Contractors
Betrieb und Wartung
Cushman & Wakefield
Finanzberater
Capella Capital
Erwerb einer langfristigen Beteiligung an Neuseelands ehrgeizigstem PPP-Projekt im Strafvollzug über den Sekundärmarkt
Der Auftrag für das PPP-Projekt zum Ausbau des Waikeria-Gefängnisses wurde ursprünglich im Jahr 2018 vergeben, wobei CPB Contractors die Bauarbeiten übernahm und Cushman & Wakefield im Rahmen einer 25-jährigen Konzession Facility-Management-Dienstleistungen erbrachte. Die Hochsicherheitsanstalt mit 600 Betten – einschließlich Neuseelands erster Abteilung für psychische Gesundheit und Suchtbehandlung mit 100 Betten – wurde im April 2025 fertiggestellt.
Im April 2026 erwarben Invesis und Capella Capital gemeinsam eine Beteiligung vom ausscheidenden Investor und schlossen sich damit dem bestehenden Anteilseigner Pacific Partnerships an. Die Transaktion stellte die erste Investition von Invesis in Neuseeland dar – und spiegelte das Vertrauen wider, das in Invesis als langfristigen, aktiven Kapitalpartner auf dem australasiatischen PPP-Markt gesetzt wird.
Die Einrichtung erwirtschaftet zu 100 % auf Verfügbarkeit basierende Einnahmen, ohne dass ein Verwahrungsrisiko auf die Zweckgesellschaft übertragen wird, und ist ein wesentlicher Bestandteil des langfristigen Netzwerkplans des neuseeländischen Justizministeriums, mit dem dem anhaltenden Anstieg der Häftlingszahlen begegnet werden soll.
Einbindung der ersten neuseeländischen Abteilung für psychische Gesundheit und Suchtbehandlung in eine Hochsicherheitsanstalt
Das Entwicklungskonzept des Waikeria-Gefängnisses zeichnet sich durch sein Engagement für Resozialisierung bei gleichzeitiger Gewährleistung der Sicherheit aus. Im Mittelpunkt steht Neuseelands erste spezielle Abteilung für psychische Gesundheit und Suchtbehandlung mit 100 Betten, die durch echte therapeutische Betreuung im Strafvollzug eine der wichtigsten Ursachen für Rückfälle bekämpft.
X-förmige Unterbringungseinheiten verbessern die Überwachung der Insassen und gewährleisten gleichzeitig menschenwürdige Sichtverhältnisse. Werkstätten für berufliche Bildung, Programme zur Vorbereitung auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt und eine spezielle „Maori Focus Unit“ unterstützen die Wiedereingliederung, und für alle Insassen gilt unabhängig von ihrer Verurteilung ein therapeutisches Betreuungsmodell. Die „Tangata Whenua Liaison Group“ leistet kontinuierlichen kulturellen Beitrag in den Bereichen Gestaltung, Landschaftsgestaltung und Kulturerbe – und stellt so sicher, dass die Einrichtung ihre Verbindung zum Land und zu den Maori-Gemeinschaften widerspiegelt und respektiert.
Wiederherstellung von Feuchtgebieten, Senkung des Energieverbrauchs und Förderung des Wohlergehens der Māori in der gesamten Region Waikato
- Ein Wärmerückgewinnungssystem senkt den Heizbedarf um etwa 70 %; ergänzt wird dies durch ein Batterie-Energiespeichersystem in Kombination mit einer Solaranlage, um die Abhängigkeit von Dieselgeneratoren zu verringern.
- In der gesamten Einrichtung wird der Einfall von Tageslicht maximiert, wobei große, wärmedämmende Fenster neben Energieeinsparungen auch therapeutische Vorteile für Insassen und Mitarbeiter bieten.
- Der ökologische Ausgleichsplan stellt die natürliche Hydrologie der Feuchtgebiete entlang des Mangatutu-Baches und des Puniu-Flusses wieder her, sorgt für die Ansiedlung einheimischer Pflanzenarten auf dem gesamten Gelände und umfasst Maßnahmen wie Einzäunung, Schädlingsbekämpfung und die Beschattung der Wasserläufe, um die lokale Artenvielfalt zu fördern.
- Regenwasser wird zur Bewässerung gesammelt, und Regenwasserkanäle mit geringer Fließgeschwindigkeit schützen die Ökologie flussabwärts auf dem gesamten 60 Hektar großen Gelände.
- Das „Community Impact Forum“ – bestehend aus Kommunalverwaltungen, Iwi, Bildungseinrichtungen, Sozialdiensten und der neuseeländischen Polizei – trifft sich vierteljährlich, um die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt, die Beschäftigungslage und die lokalen Ausbildungsmöglichkeiten zu erörtern.
- Bei der Personalrekrutierung lag der Schwerpunkt zunächst auf Einwohnern von Waikato, wobei mindestens zehn regionale Veranstaltungen stattfanden, bevor die Maßnahmen auf das gesamte Land ausgeweitet wurden.