Kunde
Transport for London (TfL)
Standort
London, England, Vereinigtes Königreich
Silvertown-Tunnel
Trotz des rasanten Bevölkerungswachstums litt der Osten Londons jahrzehntelang unter einer Unterfinanzierung der Straßeninfrastruktur. Der Silvertown-Tunnel – eine 1,4 km lange Doppelröhrenverbindung unter der Themse – behebt die chronischen Verkehrsstaus rund um den veralteten Blackwall-Tunnel, verkürzt die Fahrzeiten zu den Stoßzeiten um bis zu 70 %, verbessert die Luftqualität und eröffnet neue wirtschaftliche Möglichkeiten im Osten und Südosten Londons.
Finanzabschluss
November 2019
Bauzeit
2019–2025
Konzessionsdauer
25 Jahre
Rückgabe
2050
Kunde
Transport for London (TfL)
Standort
London, England, Vereinigtes Königreich
Sponsor/Investor
Invesis, Ferrovial, Aberdeen Investments und SK E&C
Konsortium
RiverLinx
Planung, Beschaffung und Bauausführung
BAM Nuttall, Wayss & Freytag, Ferrovial Agroman und SK E&C
Betrieb und Wartung
Riverlinx
Kapitalwert
1,1 Mrd. €
Zusammenarbeit mit Transport for London bei der Realisierung einer wichtigen neuen Brücke über die Themse
Das Straßennetz im Osten Londons steht schon seit Langem unter Druck. Da sich das Bevölkerungs- und Beschäftigungswachstum auf den Osten der Hauptstadt konzentriert, hat der in die Jahre gekommene Blackwall-Tunnel – die wichtigste Flussüberquerung der Region – Mühe, der Nachfrage gerecht zu werden, was zu chronischen Staus und schlechter Luftqualität auf einigen der am stärksten verschmutzten Straßen Londons führt.
Im Jahr 2019 wählte Transport for London das Riverlinx-Konsortium im Rahmen einer 30-jährigen DBFMO-Öffentlich-Privat-Partnerschaft für die Planung, den Bau, die Finanzierung, die Instandhaltung und den Betrieb des Silvertown-Tunnels aus. Das Konsortium besteht aus Invesis (22,5 %), Cintra (22,5 %), Aberdeen Investments (45 %) und SK E&C (10 %), wobei die Bauarbeiten von einem Joint Venture aus BAM Nuttall, Ferrovial Construction und SK Ecoplant ausgeführt werden.
Invesis brachte während der gesamten Ausschreibungs- und Bauphase fundiertes PPP-Fachwissen ein und trug so dazu bei, dass das Projekt bereits im April 2025 vorzeitig eröffnet werden konnte – ein wichtiger Meilenstein für Ost-London.
Innovative Lösungen für eines der wegweisendsten Infrastrukturprojekte Londons
Der Silvertown-Tunnel hat neue Maßstäbe im britischen Tunnelbau gesetzt. „Jill“, die eigens für dieses Projekt gefertigte Tunnelbohrmaschine, hatte einen Bohrkopfdurchmesser von 11,91 Metern – damit war sie die größte TBM, die jemals in Großbritannien zum Einsatz kam. Benannt nach Jill Viner, der ersten Busfahrerin in London, schloss „Jill“ beide 1,1 km langen Bohrungen in weniger als einem Jahr ab.
Es kamen zwei in Großbritannien bisher unbekannte Techniken zum Einsatz: die TBM-Rotation – wodurch die Maschine beide Bohrungen ohne Demontage durchführen konnte – und gefrorene Quergänge, die einen Notfallzugang zwischen den beiden Tunneln ermöglichten. Über 780.000 Tonnen Aushub wurden per Lastkahn statt auf der Straße abtransportiert, wodurch die Auswirkungen des Projekts auf die Anrainer während der Bauphase erheblich reduziert wurden.
Schaffung sauberer und besser vernetzter Stadtteile im Osten und Südosten Londons
- Es wurden neue Buslinien über den Fluss eingeführt, die von Anfang an mit emissionsfreien Fahrzeugen betrieben werden und so die Emissionen auf einigen der am stärksten verschmutzten Straßen Londons senken.
- Die Portalgebäude auf beiden Seiten der Themse verfügen über begrünte Dachgärten, die die Artenvielfalt im städtischen Umfeld fördern.
- Über 780.000 Tonnen Bauschutt wurden per Lastkahn abtransportiert, wodurch der Lkw-Verkehr auf den örtlichen Straßen während der Bauarbeiten auf ein Minimum reduziert wurde.
- Im Laufe der Projektlaufzeit wurden über 100 Auszubildende eingestellt, wobei gezielt unterrepräsentierte Gruppen in Newham, Greenwich und Tower Hamlets angesprochen wurden.
- Eine neue Rad- und Fußgängerbrücke über die A102 sowie Vorschläge für eine Radverbindung über den Fluss verbessern die Verbindungen für den aktiven Verkehr im Osten Londons.



