Kunde

Rijksvastgoedbedrijf

Standort

Den Haag, Niederlande

Rijnstraat 8

Einem bedeutenden Gebäude der niederländischen Regierung ein nachhaltiges zweites Leben als erstklassiger Arbeitsort für 6.000 Beamte zu verschaffen.

Die Rijnstraat 8 ist eines der bedeutendsten Regierungsgebäude in Den Haag – Sitz von drei niederländischen Ministerien und über 6.000 Beamten. Das ursprünglich 1992 errichtete Gebäude war mittlerweile veraltet und entsprach nicht mehr den modernen Anforderungen an Flexibilität und Nachhaltigkeit. Invesis leitete eine umfassende 25-jährige DBFMO-Partnerschaft, um es in einen preisgekrönten, energieeffizienten Arbeitsraum zu verwandeln, der den Anforderungen einer Verwaltung des 21. Jahrhunderts gerecht wird.

Finanzabschluss

Juli 2015

Bauzeit

2015–2017

Konzessionsdauer

25 Jahre

Rückgabe

2042

Kunde

Rijksvastgoedbedrijf

Standort

Den Haag, Niederlande

Konsortium

PoortCentraal B.V.

Planung, Beschaffung und Bauausführung

Bouwcombinatie Rijnstraat 8 V.O.F.

Betrieb und Wartung

BAM Bouw en Techniek (BAM FM), Bouwcombinatie Rijnstraat 8 V.O.F.

Kapitalwert

€176m

In Zusammenarbeit mit der niederländischen Regierung wird eines der bekanntesten Gebäude Den Haags umgestaltet

Die Rijnstraat 8 wurde ursprünglich vom Architekten Jan Hoogstad entworfen und 1992 fertiggestellt. Anfang der 2010er Jahre entsprachen die kleinen Büroräume, die veraltete Ausstattung und die in die Jahre gekommene Infrastruktur des Gebäudes nicht mehr den Anforderungen von drei wichtigen Ministerien – dem Ministerium für Inneres und Königreichsbeziehungen, dem Außenministerium und dem Ministerium für Infrastruktur und Umwelt.

Im Jahr 2015 vergab die Immobilienagentur der Zentralregierung den DBFMO-Auftrag an PoortCentraal, wobei Invesis als alleiniger Investor und SPV-Manager fungierte. In enger Zusammenarbeit mit den Architekturbüros OMA, Ector Hoogstad Architecten und Wessel de Jonge Architecten machte sich das Konsortium daran, Hoogstads ursprüngliche Gestaltungsidee zu würdigen und das Gebäude gleichzeitig für das 21. Jahrhundert zu modernisieren.

Der Bau wurde im Januar 2017 abgeschlossen und schuf eine 80.000 m² große Arbeitsfläche mit 4.400 flexiblen Arbeitsplätzen, Besprechungsräumen, Restaurants und speziellen ministeriellen Einrichtungen – darunter auch gesicherte Bereiche, die für den Empfang von Staats- und Regierungschefs aus aller Welt ausgelegt sind.

Als alleiniger Investor und Verwalter der Zweckgesellschaft haben wir eine umfassende Umgestaltung umgesetzt und dabei die ursprüngliche Vision des Architekten Jan Hoogstad gewahrt.
99,7 % des Abbruchmaterials werden wiederverwendet, eine Energieeffizienzklasse A++++ und eine der ersten „City Batteries“ in Den Haag – Innovation in jeder Phase.
Innovation

Durch die Integration intelligenter Energiesysteme und kreislauforientierter Gestaltung entsteht in Den Haag ein Regierungscampus von Weltklasse

Die Rijnstraat 8 setzt neue Maßstäbe für nachhaltige Verwaltungsgebäude in den Niederlanden. Nur 20 % der ursprünglichen Bausubstanz wurden abgerissen, wobei 99,7 % des Materials wiederverwendet wurden – ein eindrucksvolles Beispiel für Kreislaufbau in der Praxis. Die Sanierung führte zu einer Energieeffizienzklasse von A++++ mit einem EPC-Wert von 0,44.

Die Dreifachverglasung in den vier Atrien des Gebäudes nutzt Sonnenwärme zur Beheizung, unterstützt durch ein Wärmeenergiespeichernetz, 990 Solarmodule, die jährlich über 205.000 kWh erzeugen, sowie eine intelligente LED-Beleuchtung. Im Jahr 2023 installierte Invesis in der Unterführung des Gebäudes eine „City Battery“ – eine der ersten ihrer Art in Den Haag –, um lokale Energie zu speichern und das überlastete Stromnetz der Stadt zu entlasten.

Nachhaltigkeit

Energieverbrauch senken, Abfall reduzieren und die Chancen für die Menschen in ganz Den Haag verbessern

  • Im Rahmen eines aktiven Energiesparprogramms wird bis 2030 ein WEii-Wert von 90 kWh/m² angestrebt. Zu den geplanten Maßnahmen zählen der Ausbau der Photovoltaik-Kapazität, die Modernisierung der Lüftungsanlagen und die Optimierung der Gebäudemanagementsysteme – dadurch sollen jährlich bis zu 1.200.000 kWh und rund 100.000 Euro eingespart werden.
  • Das Gebäude wird nicht mit Gas beheizt; Fernwärme, Solaranlagen und Biogas aus organischen Abfällen tragen zum Energiemix bei.
  • Zu den Initiativen im Bereich Abfallwirtschaft gehören das „CupXChange“-Programm zur Reduzierung von Einwegplastik, die „Good to Go“-App zur Verringerung von Lebensmittelabfällen sowie die konsequente Mülltrennung in allen Einrichtungen.
  • Der gesellschaftliche Nutzen übertrifft die vertraglichen Vorgaben bei weitem – der Vertrag sieht vor, dass 3 % der geleisteten Arbeitsstunden von Menschen mit einer Distanz zum Arbeitsmarkt erbracht werden; sowohl im Jahr 2023 als auch im Jahr 2024 lag dieser Anteil bei über 25 %.
  • Derzeit läuft ein Begrünungsprogramm, das darauf abzielt, die Bepflanzung innerhalb und außerhalb des Gebäudes zu verstärken und so die Artenvielfalt im städtischen Umfeld zu fördern.
Der Anteil der Sozialstunden belief sich in den Jahren 2023 und 2024 auf über 25 % der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden – und lag damit weit über der vertraglich festgelegten Mindestanforderung von 3 %.