Kunde
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Autobahn GmbH des Bundes
Standort
Bayern, Deutschland
Autobahn A94 Forstinning–Marktl
Die A94 im Südosten Bayerns verbindet München mit den wachsenden Industrie- und Wohngebieten der Region. Jahrelang führten die fehlenden Streckenabschnitte zu Staus und Unfallgefahren entlang der Bundesstraße B12. Invesis, Eiffage und Berger Bau erhielten 2016 den DBFOM-Auftrag zum Bau einer 33 km langen neuen Autobahn auf der grünen Wiese, die im Oktober 2019 eröffnet wurde, sowie zur Instandhaltung von 77 km im Rahmen einer 30-jährigen Konzession.
Finanzabschluss
Januar 2016
Bauzeit
2016–2019
Konzessionsdauer
30 Jahre
Rückgabe
2046
Kunde
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Autobahn GmbH des Bundes
Standort
Bayern, Deutschland
Sponsor/Investor
Invesis, Berger Bau, Eiffage
Konsortium
Isentalautobahn GmbH & Co. KG
Planung, Beschaffung und Bauausführung
Wayss & Freytag, Berger Bau, EIFFAGE
Betrieb und Wartung
Invesis, Berger Bau, EIFFAGE
Kapitalwert
1,1 Mrd. €
Schließung der Lücke im Autobahnnetz im Südosten Bayerns durch eine wegweisende 30-jährige öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP)
Die Bundesstraße B12 im Südosten Bayerns war für Anwohner, Unternehmen und den Güterverkehr seit langem ein Engpass – geprägt von starken Verkehrsstaus und einer überproportional hohen Zahl von Unfällen. Eine neue Autobahn war dringend erforderlich, um München mit den Industriestandorten im Südosten Bayerns zu verbinden und die Anbindung an die tschechische Grenze zu verbessern.
Der Bauumfang umfasste 33 km neu zu errichtende, vierspurige Autobahn mit Standstreifen, darunter vier große Brücken mit einer Länge von über 100 m, sieben mittelgroße Brücken mit einer Länge von bis zu 100 m und 45 kleine Brücken mit einer Länge von bis zu 50 m sowie vier Anschlussstellen, zwei Raststätten und mehr als 15.000m² Lärmschutzwände.
Die Autobahn wurde im Oktober 2019 eröffnet und hat die Sicherheit und die Anbindung der Gemeinden in der gesamten Region erheblich verbessert.
Versorgung der Betriebe mit Solarstrom, Umstellung auf Elektrofahrzeuge und Schutz der Anwohner vor Lärm an der A94
- Eine im Jahr 2025 am O&M-Zentrum installierte Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 170 kWp erzeugt jährlich etwa 125.000 kWh Strom. Davon wurden 48.000 kWh vor Ort verbraucht, wodurch am Betriebsstandort eine Energieautarkie von über 50 % erreicht und dieCO₂- Emissionen um etwa 17 Tonnen pro Jahr gesenkt wurden.
- Zur Betriebsflotte gehören ein Elektroauto, ein Elektro-Lieferwagen, drei Hybridfahrzeuge und 14 Ladestationen für Elektrofahrzeuge – damit wird der schrittweise Ausstieg aus der Nutzung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren unterstützt.
- Insgesamt mehr als 31.000 m² Lärmschutzwände und ein 680 m langer Lärmschutztunnel schützen die Anwohner und die Natur entlang der Trasse.
- Abfälle aus Bau- und Instandhaltungsarbeiten werden sortiert und gemäß den geltenden Vorschriften recycelt oder in speziellen Anlagen entsorgt.

