Kunde
Nationale Straßenbehörde (heute Transport Infrastructure Ireland)
Standort
Grafschaft Laois, Irland
Autobahn M7/M8 von Portlaoise nach Cullahill/Castletown
Mit dem PPP-Autobahnprojekt M7/M8 von Portlaoise nach Cullahill/Castletown wurde der letzte Abschnitt der M8 von Dublin nach Cork fertiggestellt und gleichzeitig ein bedeutender Abschnitt des M7-Korridors von Dublin nach Limerick realisiert. Das im Mai 2010 eröffnete, 41 km lange Projekt hat die Fahrzeiten in den Midlands, im Süden und im Mittleren Westen Irlands grundlegend verändert – die Fahrzeiten zwischen Dublin und Cork wurden in den Hauptverkehrszeiten um bis zu 45 Minuten verkürzt.
Finanzabschluss
Juni 2007
Bauzeit
2007–2010
Konzessionsdauer
30 Jahre
Rückgabe
2037
Kunde
Nationale Straßenbehörde (heute Transport Infrastructure Ireland)
Standort
Grafschaft Laois, Irland
Sponsor/Investor
Invesis (als BAM PPP)
Konsortium
Celtic Roads Group (CRG) Portlaoise Ltd – BAM PPP, Iridium und NTR plc
Planung, Beschaffung und Bauausführung
Joint Venture zwischen BAM Civil und Dragados SA
Betrieb und Wartung
Midlink Ltd
Finanzberater
Europäische Investitionsbank; Bank of Ireland, Société Générale und ING Bank
Kapitalwert
€491m
Unterstützung der National Roads Authority bei der Fertigstellung der Autobahnverbindung zwischen Dublin und Cork
Die M7/M8 ist Teil des PPP-Programms der National Roads Authority und stellt die letzte Verbindung im wichtigen Überlandkorridor M8 zwischen Dublin und Cork dar. Das Projekt wird gemeinsam von der irischen Regierung im Rahmen des Nationalen Entwicklungsplans und von der Europäischen Union aus Mitteln für die TEN-T-Netze finanziert und umfasst eine Kapitalinvestition in Höhe von 491 Millionen Euro. Es führt an den Orten Abbeyleix, Durrow und Cullahill auf der M8 sowie an Mountrath, Castletown und Borris-in-Ossory auf der M7 vorbei.
Das Konsortium „Celtic Roads Group“ – bestehend aus Invesis (als BAM PPP), Iridium und NTR plc – wurde nach einem strengen Ausschreibungsverfahren von der National Roads Authority beauftragt. Die Konzession hat eine Laufzeit von 30 Jahren bis 2037. Die Bauarbeiten wurden von einem Joint Venture aus BAM Civil und Dragados SA durchgeführt, das in der Hochphase rund 500 Mitarbeiter beschäftigte und das gesamte Projekt vier Monate vor dem ursprünglichen Zeitplan fertigstellte.
Umweltschutz und die Erforschung der irischen Vergangenheit
Während der gesamten Bauzeit wurde besonders darauf geachtet, die ökologischen und archäologischen Schätze entlang der 41 km langen Trasse zu schützen. Vor Baubeginn wurden im Rahmen umfangreicher archäologischer Ausgrabungen 88 Fundstätten aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der Eisenzeit und dem Mittelalter entdeckt – darunter ein bedeutender frühmittelalterlicher Friedhof in Parknahown bei Cullahill.
Zu den Umweltmaßnahmen gehörten Wildtierunterführungen unter der Autobahn für Dachse, Füchse und andere Säugetiere, Wasserwirtschaftsinfrastruktur mit über 40 Rückhaltebecken, die mit Schlammfängen und Schadstoffabscheidern ausgestattet sind, sowie regelmäßige Beratungen mit Ökologen zum Schutz empfindlicher Lebensräume, darunter das Kilnaseer-Moor. Während der gesamten Bauphase wurden umfangreiche Landschaftsgestaltungsmaßnahmen durchgeführt, darunter die Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern.
Ein nachhaltiger Beitrag zur Vernetzung und zum Wirtschaftswachstum
Die M7/M8 befördert mittlerweile täglich über 15.000 Fahrzeuge und trägt damit zum Wirtschaftswachstum und zu einer besseren Anbindung der Grafschaft Laois sowie der gesamten Region Midlands bei. Das Projekt verbindet die Midlands, den Süden und den Mittleren Westen über einen hochwertigen, zuverlässigen Straßenverkehrskorridor mit Dublin und dem Osten und verbessert so die Erreichbarkeit für Unternehmen, Gemeinden und Frachtunternehmen in der gesamten Region.
Invesis verwaltet die Konzession weiterhin bis zum Jahr 2037, wobei Midlink Ltd den laufenden Betrieb und die Instandhaltung von seinem Standort in Fatharnagh, Portlaoise, aus übernimmt. Zu den Aufgaben gehören die Instandhaltung der Bauwerke und des Straßenbelags, Inspektionen der Entwässerungsanlagen und der Beleuchtung sowie Streuarbeiten im Winter auf der gesamten 41 km langen Strecke.