Auftraggeber

Infrabel

Standort

Antwerpen, Belgien

Eisenbahnverbindung Liefkenshoek

Verbindung der Terminals des zweitgrößten Hafens Europas durch eine 16,2 km lange Güterzugstrecke unter Antwerpen.

Die Liefkenshoek-Eisenbahnverbindung verknüpft die westlichen und östlichen Dämme des Hafens von Antwerpen – dem zweitgrößten Hafen Europas – über einen 16,2 km langen Schienenkorridor ausschließlich für den Güterverkehr, einschließlich eines 6,5 km langen zweiröhrigen Tunnels. Das Projekt, das als Tor nach Europa gilt, war für die Aufrechterhaltung der Kapazität des Hafens angesichts wachsender Frachtvolumina von entscheidender Bedeutung. Invesis ist inzwischen Alleinsponsor des Projekts, nachdem im Jahr 2019 sämtliche Anteile übernommen wurden.

Financial Close

November 2008

Bauphase

2008 – 2013

Konzessionsdauer

38 Jahre

Rückgabe

2051

Auftraggeber

Infrabel

Standort

Antwerpen, Belgien

Sponsor/Investor

Invesis

Konsortium

Locorail NV

Planung, Beschaffung und Bau (EPC)

CEI - de Meyer (BAM) und Wayss & Freytag (BAM) Vinci Grand Projects und CFE (MBG)

Betrieb und Instandhaltung

Locorail NV

Kapitalwert

€690m

Unterstützung für Infrabel zur Anbindung des zweitgrößten europäischen Hafens durch einen wegweisenden Güterverkehrstunnel

Der Hafen von Antwerpen ist der zweitgrößte Hafen Europas, und Mitte der 2000er Jahre stieß sein Schienengüterverkehrsnetz an seine Kapazitätsgrenzen. Der bestehende Kennedytunnel und die Verbindung Antwerpen Schijnpoort konnten der wachsenden Nachfrage nicht mehr gerecht werden – eine eigene Schienenverbindung für den Güterverkehr war dringend erforderlich.

Im Jahr 2008 vergab Infrabel den DBFM-Auftrag an das Konsortium Locorail – ursprünlich bestehend aus Invesis (50 %), CFE (25 %) und Vinci Concessions (25 %) –, um die 16,2 km lange Schienengüterverkehrsverbindung zu planen, zu bauen, zu finanzieren und zu betreiben. Die Infrastruktur umfasst den 6,5 km langen Liefkenshoek-Tunnel (zweiröhrig, 7,30 m Innendurchmesser), den sanierten 1,2 km langen Beveren-Tunnel, zwei Durchlässe, ein Aquädukt sowie ca. 7 km oberirdischen Unterbau. Die Bauarbeiten wurden im Januar 2013 abgeschlossen und das Verfügbarkeitsdatum erreicht.

2019 erwarb Invesis die Anteile von CFE und Vinci und wurde damit Alleinsponsor. Die Konzession läuft bis 2051.

16,2 km Güterverkehrsstrecke, ein 6,5 km langer zweiröhriger Tunnel und 38 Jahre Partnerschaft – damit der zweitgrößte Hafen Europas voll einsatzfähig bleibt.