
Die Royal BAM Group nv meldet für das erste Halbjahr 2020 einen bereinigten Verlust vor Steuern von 134 Millionen Euro, was dem am 2. Juli angekündigten erwarteten Bereich von 130 bis 150 Millionen Euro entspricht. Die Ergebnisse wurden maßgeblich durch die außergewöhnlichen Umstände infolge von Covid-19 beeinträchtigt. Dies spiegelt sich in einem Umsatzrückgang im zweiten Quartal von 360 Millionen Euro bzw. 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal wider. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse durch Verluste bei BAM International (56 Millionen Euro), die Einigung bezüglich der Kölner U-Bahn (36 Millionen Euro) sowie durch eine unter den Erwartungen liegende Leistung im deutschen Hochbau und im niederländischen Tiefbau beeinträchtigt. Der niederländische Hoch- und Immobilienbau, der britische Tiefbau und BAM PPP entwickelten sich gut. Die Liquiditätsposition von BAM verbesserte sich im Laufe des zweiten Quartals weiter, unterstützt durch staatliche Covid-19-Maßnahmen, Kosten- und Investitionsreduzierungen sowie die teilweise Übertragung von PPP-Investitionen. Der Prozess zur Abwicklung von BAM International wurde eingeleitet. Basierend auf den aktuellen Markt- und Covid-19-Bedingungen sowie dem starken Auftragsbestand erwartet BAM für das zweite Halbjahr 2020 ein positives bereinigtes Ergebnis vor Steuern.
- Umsatz im ersten Halbjahr um 10 % auf 3,1 Milliarden Euro zurückgegangen, hauptsächlich infolge der Auswirkungen von Covid-19
- Bereinigtes Ergebnis vor Steuern von -133,6 Millionen Euro, verursacht durch Covid-19, den Vergleich zur Kölner U-Bahn und leistungsschwache Geschäftsbereiche
- Umgesetzte Maßnahmen zur Behebung von Leistungsschwächen und zur Risikominderung, einschließlich des Beginns der Abwicklung von BAM International
- Nettoverlust von 235 Millionen Euro, einschließlich nicht zahlungswirksamer Wertminderungen von 116 Millionen Euro, hauptsächlich auf Geschäfts- oder Firmenwerte und aktive latente Steuern
- Liquiditätsposition auf 1,3 Milliarden Euro gestärkt, einschließlich 400 Millionen Euro aus einer vollständig in Anspruch genommenen revolvierenden Kreditfazilität
- Verzichtserklärung hinsichtlich Zins- und Verschuldungsquoten von den Kreditgebern der revolvierenden Kreditfazilität erhalten
- Eigenkapitalquote von 11,3 %, beeinträchtigt durch den Nettoverlust sowie die Bilanzverlängerung, teilweise ausgeglichen durch eine PPP-bilanzierungsbedingte Eigenkapitalerhöhung
- Anstieg des Auftragsbestands im zweiten Quartal um 5 % auf 13,3 Mrd. €
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